+ Endodontie

Wurzelkanalbehandlung

Wird ein Zahn durch Karies, Trauma oder durch eine Parodontitis so stark geschädigt, dass der Nerv abstirbt, kann er oft nur noch durch eine Wurzelbehandlung gerettet werden. Dabei wird entweder der erkrankte Nerv unter Anästhesie entfernt oder bei schon abgestorbenem Nerv der Kanal geöffnet und gereinigt.
Nach vollständiger Säuberung aller im Zahn befindlichen Wurzelkanäle werden diese verschlossen und mit einer Füllung versehen. Bei optimalem Verlauf wird oder bleibt der Zahn ruhig und kann für viele Jahre weiterhin im Mund verbleiben. Die Erfolgsaussichten sind bei Backenzähnen ungefähr 60-75% und bei Frontzähnen ca. 80%. Entscheidend ist hierbei auch der Ausgangsbefund. Je weiter eine Entzündung des Zahnnervs voranschreitet, desto schwieriger wird die Erhaltung des Zahnes. Zögern Sie also bei Beschwerden nicht zum Zahnarzt zu gehen und den entsprechenden Zahn kontrollieren zu lassen. Je früher eine Nerventzündung bemerkt wird, desto besser. Ist ein Zahn trotz Nerventzündung erhaltungswürdig und erhaltungsfähig, übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Behandlung.

Laserbehandlung

Durch den Einsatz eines Lasers können Nervkanäle kurz vor der Wurzelfüllung noch einmal so ideal wie möglich gereinigt werden. Auch in kleinen Seitenkanälen der Wurzeln kann das Laserlicht mehr Bakterien beseitigen, als mit der ursprünglichen Behandlungsart mit Feilen und spülen möglich ist. Man sichert sich also zusätzlich ab, damit der Zahn auch auf längere Zeit ruhig und entzündungsfrei bleibt. Diese Kosten werden allerdings nicht durch die Krankenkassen getragen und sind somit vom Patienten zu entrichten.
Ist der Zahn anschließend über ein halbes Jahr lang entzündungsfrei und ruhig, ist vor allem im Seitenzahnbereich eine Kronenversorgung zu empfehlen, da ein Zahn ohne Blut- und Nervversorgung im Laufe der Jahre bruchanfälliger wird. Um eine Fraktur und somit unvermeidbare Extraktion zu verhindern, erfolgt dann eine prothetische Versorgung.